Ich Liebe Byron Katie

Ich liebe Byron Katie.

Wie liebt man einen Menschen, dem man noch nie persönlich begegnet ist?

Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich eine andere Frage stellen.

Wie liebt man einen Menschen, dem man persönlich begegnet ist? Zum Beispiel seinen Mann oder seine Frau? Wenn ich ehrlich zu mir bin: Ich liebe diesen Menschen so, wie ich will. Ich habe aufgrund unserer Begegnungen und Erfahrungen mit diesem Menschen ein Bild von ihm erschaffen, das ich liebe. Natürlich gehören in dieses Bild auch die Dinge, die ich an ihm oder ihr weniger mag oder sogar verabscheue. All das ergibt ein Bild in mir. IN mir. Wir lieben einen Menschen in uns. Wir hassen Menschen in uns. Alles was da passiert, passiert ohne weiteres Zutun unseres Liebsten. So entstehen übrigens auch diese Phänomene, die es in unser aller Leben mal gibt, dass wir jemanden lieben, von dem alle Welt denkt: „Wie bitteschön, kann die sich in so einen Kerl verlieben? Ist sie blind? Ist er reich? Hallo? Augen auf!!“

Wissenschaftlich betrachtet, ist da das retikuläre Nervensystem beteiligt, wer das mal nachlesen will. Ein Filter, der einfach aussortiert, was nicht ins bekannte Schema passt.

Zurück zur Liebe.

Ich liebe Stephan. Ich bin mit ihm verheiratet. Das schreibe ich hier jetzt so, aber Stephan ist gerade gar nicht im Zimmer. Ich liebe ihn trotzdem. Woher weiß ich, dass es Stephan überhaupt gibt? Ich sehe ihn nicht, ich höre ihn nicht, er ist schon eine Weile weg. Alles was ich liebe ist eine Erinnerung. Ein Bild der Vergangenheit. Ich liebe ein in mir lebendiges Bild von Stephan. Versteht Ihr jetzt, worauf ich hinaus will?

Ich liebe also Byron Katie. Eine Frau, der ich persönlich leider noch nie begegnet bin. Ich liebe sie, weil sie in mir Liebe wachruft. Ich liebe sie, weil sie mich erkennen lässt, dass ich Liebe bin, alles Liebe ist. Ich liebe sie, weil sie mich ermutigt, die hässlichen Bilder in mir als Bilder zu enthüllen und ich ihnen nicht mehr alles glauben muss. Erinnerungen……so vergänglich wie Schnee. Ich liebe sie, weil sie mir klar macht, dass ich eigentlich mich selbst liebe. Sie ist ja auch nur ein Bild in mir. Dieses Bild, das ich von ihr male, ist aus meiner Hand – ich bin es.

Ja, den Titel müsste ich nun eigentlich ändern.

Ich liebe das Bild von Byron Katie in mir. Es ist lebendig und schön. Es macht mich lebendig und schön und Gleiches macht es mit den Menschen um mich herum. Ich danke meiner Innenwelt für Byron Katie.

Probiere es selbst einmal. Was Du verlierst, sind die „bösen“ Menschen in dir, gewinnen wirst Du die „Liebenden“.

Hier findest Du mehr über ihre Arbeit.

„The Work“ von Byron Katie.

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