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Lieben, was ich bin

Sich selbst in den Dienst stellen

Ein Satz voller Kraft und Zweifel. „Lieben, was ich bin“, das ist manchmal mehr Wunsch als
Wirklichkeit. Warum ist es mir so wichtig zu lieben, was ich bin? Die Antwort ist: weil dann der
Krieg in mir aufhört und sich Frieden ausbreitet. Das ist die Kraft. Genauer: Dadurch wird all die
Kraft frei, die vorher an den Kampf gegen mich selbst gebunden war. Lieben was ich bin, wie ich
gemeint bin, das bedeutet, dass ich mich in den Dienst stelle von etwas Höherem. Das bedeutet,
dass ich meinen Platz in meinem Leben einnehme und nicht versuche, jemand oder etwas anderes
zu sein. Zu lieben was ich bin heißt, ich verpflichte mich mir selbst. Oder vielleicht noch
deutlicher: Ich verpflichte mich meinem Selbst gegenüber, das zu sein, was ich bin.

In meiner Welt ist das pure Sein, Liebe pur. Wenn ich nur bin, dann nehme ich plötzlich wahr, dass alles Liebe ist
und dass ich Liebe bin. Warum sollte ich mich also nicht lieben?

Die höhere Ordnung wiederherstellen

Ich habe im letzten Monat eine sehr schöne Erfahrung gemacht. Ich habe (nicht zum ersten Mal,
aber endlich wieder und diesmal auf eine ganz neue Weise) mich daran erinnert, was meine wahre
Berufung ist. Diese Einsicht (lies dieses schöne Wort: EIN-SICHT) hat alles in meinem Leben
wieder an den rechten Platz rücken lassen. Plötzlich ist eine Ruhe in mir erwacht, die all den
Lärm in mir hat still werden lassen. Und siehe da: Alles war plötzlich in Ordnung. Sogar die
Unordnung in unserem 5-Personen Haushalt, die mich sonst schier zur Verzweiflung bringt, war
in Ordnung.
Durch diese Stille hindurch bahnte sich das Gefühl von Liebe und die Erkenntnis,
dass ich in einer Lebenssituation bin, in der alles vorhanden ist, um meiner Berufung zu folgen.
Es ist einfach alles schon geschaffen worden! Alles ist vorbereitet, von mir, meinem Mann,
…ohne, dass mir das klar war. Jetzt brauche ich nur noch den Pinsel in die Hand nehmen.

Dankbarkeit der eigenen Weisheit gegenüber

Und da gesellt sich noch ein Gefühl hinzu: Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass ich jemanden
getroffen habe, der mich hat erinnern lassen, wo ich hingehöre. Dankbarkeit mir selbst
gegenüber, dass ich stets meiner inneren Stimme gefolgt bin, wenn es um lebensverändernde
Entscheidungen ging oder darum, einen bestimmten Menschen anzusprechen. Weil mich jede
dieser Entscheidungen dahin geführt hat, wo ich jetzt bin: Am Beginn der Reise zu mir selbst, um
zu erfahren, was ich bin. Und eines steht schon fest: Das, was ich bin, ist größer als das, was ich
bisher von mir wahrnehme. Es ist so groß, dass ich es nicht fassen kann. Und da ich es nicht
fassen kann, werde ich mich dem ganz anvertrauen und hingeben. Diesem großen Meer, das da
heißt Seele. Meine Seele. Sarah Simone. Und da ist sie dann, die Liebe zu mir selbst. Nur da
finde ich sie. Amen.

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