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Was dich beseelt.

Über The Work und Selbstvertrauen

Ich spüre immer wieder in mir das Bedürfnis meine Erfahrungen mit the Work zu teilen. Es ist für mich die hohe Kunst der Selbsterkenntnis und gleichzeitig die einfachste Art sich selbst zu heilen und anderen in Liebe zu begegnen. Was will ein jeder mehr? Vier Fragen reichen, um Frieden zu finden.

Ich habe heute einen Text in „Ein Kurs in Wundern“ gefunden, den ich mit Euch teilen möchte, weil er einen Aspekt des In-Sich-Gehens ergreifend beschreibt. Genauer gesagt hatte ich das Gefühl ich muss heute in dieses Buch schauen, weil dort etwas drin steht, das wichtig ist für meinen heutigen Tag. Ich bin diesem Impuls gefolgt und schlug eine Seite auf. Der Text hat mich tief berührt und so will ich ihn mit dir teilen.
Dieser inneren Stimme vertraue ich gern. Das nennt man Selbstvertrauen. Wenn ich den Impuls habe, dass es jetzt an der Zeit ist abzuwaschen, dann folge ich ihm. Wenn ich es nicht tue, schrumpft mein Selbstvertrauen und ich fühle mich nicht wohl. Wenn ich DENKE ich sollte Abwaschen, weil das schlechte Gewissen drückt, dann stresst es mich. Wenn ich diesen Gedanken hinterfrage, macht es mich sofort wieder frei. Dann kann ich wieder meinen Impulsen folgen; das können manchmal ganz seltsame Sachen sein: Jemanden anrufen, den ich ewig nicht mehr gesprochen habe, jetzt einen Spaziergang machen um dann festzustellen, dass ich auf dem Weg jemanden treffe, der mir wie gerufen kommt…. Es passieren manchmal ganz erstaunliche Dinge, wenn ich meinen Impulsen folge, dann geht alles wie von selbst. Wenn ich tue, was ich DENKE, hakt es oft, wenn ich tue was dran ist, ist es leicht. Deswegen vertraue ich auf the Work, weil es mich frei macht von meinen Gedanken und mich in Verbindung bringt mit einer Weisheit in mir, die alles kennt – zum Beispiel auch, wann meine Nachbarin auch spazieren geht. So kann mich diese weise, innere Stimme immer dahin führen, wo ich gerade sein sollte, damit mein Leben gelingt. Sag mir einer, wie das mein DENKEN schaffen kann? Es ist nicht möglich.

Denken versus Empfangen

DENKEN ist eine sehr anstrengende Sache. Lauschen auf die innere Stimme, die höhere Weisheit, ist freudvoll und leicht. Frag ein Genie, ob es denkt oder empfängt. Ich vermute du wirst überrascht sein, wie wenig es denkt und wie viel es einfach verbunden ist mit einer höheren Intelligenz. Es ist das, was ich beschrieben habe, als ich in meinem letzten Blog von Kreativität bei der Erfüllung von Aufgaben gesprochen habe. Intelligenz ist die Verbindung von Deinem Gehirn zu einer höheren Struktur. Es ist nicht das DENKEN. DENKEN hält Dich davon ab intelligente Dinge zu tun und zu sagen. Das ist auch der Grund, warum Schimpansen sehr viel schneller im Zahlensortieren sind als jeder schlaue Mensch – um Welten schneller!* Es liegt daran, dass er nicht denkt, wie die Zahlen sortiert werden, sondern weil er sie einfach erkennt und einordnet. Er vertraut auf sein Wissen, dass er sich angeeignet hat. Er kann nicht anders. Er tut es einfach. Wie glücklich wären wir und wie erfolgreich in allem was wir tun, wenn wir uns selbst und unseren Fähigkeiten, die wir erworben haben, vertrauen würden?
Wenn ich spreche ohne zu denken und dabei verbunden bin mit mir und dem Geist, der gleich in dem Text vorkommt, dann sage ich Dinge, die mich selbst überraschen und zu mir im gleichen Maße sprechen, wie zu meinem Gegenüber.
In diesem Sinne, hier ein Text aus dem besagten Buch. Jeder Satz, jedes Wort, lass es auf deiner Zunge zergehen wie himmlische Schokolade. Lies es zehn mal und jedesmal mit noch offeneren Augen und offenem Herzen.

Aus “Ein Kurs in Wundern”

„Du bist der reine Geist, in dessen Geist das Wunder wohnt, in dem die Zeit ganz stillsteht; das Wunder, in dem eine Minute, für die Anwendung dieser Gedanken hingegeben, zu einer Zeit wird, die keine Grenzen und kein Ende hat. So gib diese Minuten gerne hin, und zähle auf IHN, DER das Versprechen gab, die Zeitlosigkeit neben sie zu legen. ER wird jeder kleinsten Anstrengung, die du unternimmst, SEINE ganze Stärke schenken. Gib IHM die Minuten, die ER heute braucht, um dir zu helfen, mit IHM zu verstehen, dass du der reine Geist bist, der in IHM wohnt und der durch SEINE STIMME jedes Lebewesen anruft; der SEINE Sicht jedem, der bittet, schenkt; der Irrtum durch die einfache Wahrheit ersetzt.“**

„Durch dich so ausgedrückt, wird der HEILIGE GEIST diese Gabe, die du von IHM bekamst, annehmen, ihre Macht vermehren und sie dir wiedergeben.“**

„Schenk IHM heute freudig jede Übungszeit. Und ER wird zu dir sprechen und dich daran erinnern, dass du reiner Geist bist, eins mit IHM und GOTT, mit deinen Brüdern und mit deinem SELBST. Lausche auf SEINE Versicherung jedes Mal, wenn du heute die Worte sprichst, die ER dir schenkt, und lass IHN deinem Geiste sagen, dass sie wahr sind. Wende sie gegen die Versuchung an, und entrinne deren traurigen Folgen, wenn du doch dem Glauben nachgibst, etwas anderes zu sein. Der HEILIGE GEIST schenkt dir heute Frieden. Empfange SEINE Worte, und biete sie IHM an.“**

Was bleibt, wenn ich mir selbst begegne?

Mithilfe von The Work ersetzt du dabei den Irrtum durch die Wahrheit. Und die Wahrheit ist, dass du frei bist, das du liebst und dass die Welt, das ganze Universum, dich in allem was du tust unterstützt. Das Lauschen auf die Antworten, die sich dir offenbaren, wenn du dir die Vier Fragen stellst, ist das Eintauchen in die Anwesenheit des Geistes. Antworte nicht intelligent mit dem DENKEN, sondern verbinde dich mit der Intelligenz deines Geistes und horche aufmerksam auf das, was dir bisher verborgen war. Empfange die Antworten und vertraue auf sie. Das ist Selbstvertrauen. Es ist heilig. Und es vermehrt sich, weil es beseelt ist.
Die Vermehrung von Denken ist die Vermehrung von Leid.

Schreib und überprüfe deine Geschichte

Ich halte Dir hier die Arbeitsblätter, die du dafür brauchst, bereit. Ich wünsche dir, dass du darüber erkennen lernst, wie freundlich diese Welt ist, mit allem, was du darin vorfindest, auch wenn es das Risiko birgt, dass du darüber deine Sicht auf die Welt und deine Geschichten über dein Leben verlierst. Vertraue darauf, dass das übrig bleibt, was du wirklich bist und dass das mehr ist als alles, was du jemals erwartet hast. Das, was bleibt, wenn die Geschichten aufhören, ist das, was du ersehnt hast im Außen. Et voilá, du findest es im Innen. Was für eine gute Nachricht für jemanden, der auf der Suche ist.

Alles Liebe,
Deine Sarah Simone

*Ein Experiment über das Denkvermögen und das Bewusstsein von Tieren mit Schimpansen zeigt, wie sie an einem Bildschirm per Fingerklick unsortierte Zahlen in die richtige Reihenfolge bringen. Das hatten sie zuvor gelernt. Jedesmal wenn sie richtig liegen bekommen sie eine Belohnung. Sie schauen nur aus dem Augenwinkel auf den Bildschrim, lassen ihr Hand locker über den Bildschirm flitzen und sind fertig. Die Vergleichsgruppe aus Studenten starrte hoch konzentriert auf den Bildschrim und verusuchte schnell auf die richtigen Zahlen zu tippen. Es dauerte ein Vielfaches länger. Mein Eindruck beim Schauen der Videos war, dass je mehr sie sich anstrengten, desto länger dauerte es. Ich kenne das vom Klavierspielen. Je angestrengter ich versuche die richtigen Noten zu spielen, desto weniger Musik kommt dabei raus.

**Chuck Spezzano: “Worte der Kraft aus Ein Kurs in Wundern“ Tag 260, vianova Verlag, 2016

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